In der letzten Folge unserer Serie zur Optimierung der Folienlogistik ging es um Automatisierung und wie sich durch unsere Steuerungssoftware Fehler vermeiden lassen. Aber IT kann noch mehr – sie liefert wertvolle Daten für Ihre Logistik-Prozesse.

Von NEPATA-CEO Fabian Franke.

Digitalisierung macht auch vor der Folienlogistik nicht Halt. Wir bei Nepata bieten mit der ConvertPlus2-Software eine Schnittstelle an zwischen dem ERP-System und dem eigentlichen logistischen Wertschöpfungsprozess, dem Umwickeln der Folie. In erster LInie hilft die Software, beim Konvertieren und Versenden Fehler zu vermeiden. Aber es wird noch viel zu wenig genutzt, dass die Daten, die hier entstehen, auch wieder zurückgespielt werden in die ERP-Systeme. Zum Beispiel, um dort Lagerbuchungen zu vollziehen, Informationen über Chargen zu sammeln oder um diese Daten in Echtzeit für den Vertrieb nutzen zu können. Hier sehen wir noch großes Optimierungspotenzial, nicht nur, was unsere eigene Lösung angeht.

Top-Seller identifizieren – und vorproduzieren

Generell gilt, dass man sich in der klassischen Logistik mehr mit den eigenen Daten auseinandersetzen solle – Stichpunkt Renner-Penner-Analyse oder Schnellläufer-Analyse. Dazu müsste ich in meinem ERP-System nachschauen können, welche Folie ich überhaupt wie häufig verkaufe und in welchen typischen Längen. Darauf aufbauend wäre herauszufinden, ob ich vielleicht eine Vorproduktion machen kann, weil ich weiß, dass ich jeden Tag ohnehin fünf mal Fünf-Meter-Rollen in Weiß und in Schwarz brauche. Diese kann ich in Zeiten produzieren, in denen ich keinen unmittelbaren Stress habe.

Mitarbeiter-Performance messen – und sie unterstützen

Natürlich lassen sich aus den Daten auch Auswertungen zur Mitarbeiter-Performance herauslesen. Wer leistet in der Zeit wie viel – und warum ist das so? Es geht nicht darum, dass ein Mitarbeiter besonders faul sein muss. Vielleicht hat er viel längere Laufwege als der Kollege und müsste eigentlich unterstützt werden, zumindest in Zeiten, wo viel los ist. Oder muss man die Maschine, die von diesem Mitarbeiter betreut wird, an eine andere Stelle stellen?

Digitale Prozesse optimieren – einfach mal die Menschen fragen

Ein weitere Punkt ist mir noch ein Anliegen: Es ist oft so, dass wir unsere Software an bestehende Systeme anbinden. Bei den Kunden vor Ort lernen wir ein bisschen, wie sie arbeiten und wie deren Gesamt-System funktioniert, an das wir uns angliedern. Als Außenstehende empfinden wir das oft als wahnsinnig kompliziert und umständlich, wie die Systeme gewachsen sind. Was aber noch entscheidender ist: Wenn auch die Lagermitarbeiter, mit denen wir vor Ort sprechen, jammern, wie wenig intuitiv und zeitraubend diese Prozesse mitunter sind – spätestens dann lohnt es sich wirklich, die Menschen stärker einzubinden, die täglich diese Arbeit verrichten. Was ist eigentlich so zeitraubend? Wo kann man auch bei den digitalen Prozessen noch einmal etwas optimieren – ein Klick, ein Scan, einen Ausdruck starten, dafür nochmal etwas aus einem Fach holen …

Sie sehen also: Digitalisierung muss nicht immer ein komplett neues Projekt sein. Bereits mit den vorhandenen Daten und den vorhandenen Prozessen lässt sich – geschickt eingesetzt – nochmal viel Zeit sparen und die Mitarbeiter werden so entlastet, dass sie ihre Zeit in die wertschöpfenden Prozesse investieren können und nicht mit Nebentätigkeiten aufgehalten werden.

Noch mehr Optimierungs-Strategien

Automatisierung durch Software oder Roboter – welche Lösungen es dafür gibt, erfahren Sie in diesem Beitrag. Hier können Sie unsere Anregungen rund um Laufwege, die Auslastung der Maschinen und zum Umgang mit Papphülsen nachlesen. Oder Sie nutzen unsere Beratung zur Folienlogistik und Digitalisierung .

Noch mehr Tipps in diesem Video …

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