In vielen Industrieländern ist die Inflation so hoch wie seit Jahrzehnten nicht mehr – und sie wird es voraussichtlich auch länger bleiben. NEPATA-CEO Fabian Franke hat sich angeschaut, was das für das Converting-Business und die Folienlogistik bedeutet. Sein Fazit: Jetzt lohnt es sich erst recht, in Automatisierung zu investieren.
Von NEPATA-CEO Fabian Franke, Mai 2022

Summary

Die hohe Inflation betrifft Folienhändler mehrfach. Im Folgenden schaue ich näher auf die drei Aspekte Kosten allgemein, Löhne und Lagerflächen – und komme immer zu einem Schluss: Mehr Automatisierung ist der Königsweg. Erfahrungswerte zeigen: Mit unseren Maschinen und Software ist beim Zuschnitt 40 Prozent mehr Produktivität möglich im Vergleich zu einfachen Vorrichtungen. Und ein automatisches Folienlager braucht nur ein Drittel der Fläche von herkömmlichen Fachbodenregalen. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie auch Sie von Automatisierung profitieren können und warum jetzt ein guter Zeitpunkt ist, zu investieren.

GDP economy concept, money and population

Anhaltende Inflation und vor der Zinswende – ein guter Zeitpunkt für Investitionen

8,1 % in der EU, 8,3 % in den USA, 9,0 % in Großbritannien – so hoch war die Teuerung im April 2022 im Vergleich zum Vorjahresmonat (alle Daten nach https://de.statista.com/). Das geht nun schon seit Monaten so. Nach allem, was man so liest, wird die hohe Inflation wohl auf längere Sicht anhalten. Noch sind die Kreditzinsen aber relativ niedrig. Aktuell – im Mai 2022 – liegt der Leitzins der Europäischen Zentralbank für die Eurozone noch immer bei 0 %, die US-Notenbank hat kürzlich auf 1 % erhöht. Die große Zinswende steht also noch bevor.

Das heißt: Jetzt ist generell ein guter Zeitpunkt für Investitionen. Ausgangspunkt sind günstige Kredite. Obendrein werden die Schulden durch die hohe Inflation entwertet.

Folienhandel und Converting unter Kostendruck
Nun sind Investitionen natürlich kein Selbstzweck. Sie sollen sich möglichst schnell auszahlen und das Business vorwärts bringen. Und genau hier kommt wieder die Inflation ins Spiel. In der Folienlogistik sind zuletzt die Kosten zum Teil enorm nach oben gegangen: Frachtkosten, Energiepreise und die Preise für Folien und Papiere selbst steigen seit Ausbruch der Pandemie und des Angriffs auf die Ukraine stetig an. Diese Kostensteigerungen setzen Unternehmen unter Druck, ihre Produktivität zu erhöhen.

Seit mehr als 15 Jahren beschäftige ich mich mit kleinen und großen Logistiksystemen für Folien-Konvertierung auf der ganzen Welt. Die Erfahrungen zeigen:

Rund um Folienlogistik und Converting-Prozesse gibt es in den meisten Betrieben noch ein großes Potential für mehr Produktivität und Effizienz

Da sind zum einen zahlreiche Fehlerquellen, die an der Profitabilität des Geschäftsmodells nagen – und die sich vermeiden lassen: Fehler beim Zuschnitt von Folien, unbemerkte Abweichungen in der Länge oder Breite, vertauschte Rollen im Versand, überlagerte Medien. Zum anderen sehen wir teils umständliches Handling mit Lieferscheinen, lange Laufwege im Lager und andere unproduktive Zeitfresser für die Arbeitskräfte

So steigert Automatisierung die Produktivität von Konvertierungsaufträgen

Automatisierung ist eine Lösung, um diesen Problemen zu begegnen. Nepata bietet seit über zehn Jahren softwaregestützte Umwickel- und Abstechlösungen mit dem höchsten Automatisierungsgrad auf dem Markt. Mit einem Konvertierungszentrum, einer Umwickelmaschine oder Abstechmaschine in Verbindung mit Softwareunterstützung lässt sich die Profitabilität in der Folienkonvertierung erheblich verbessern. Die Steuerungssoftware mit ERP-Anbindung und Label-Druck sorgt für besseren Workflow und weniger Fehler.

 

Erfahrungen unserer Kunden – darunter alle namhaften Player im Markt – zeigen:

  • Die Produktivität beim Converting lässt sich um mehr als 40 % steigern gegenüber einfachen Maschinen und Vorrichtungen.
  • Die hohe Präzision spart unseren Kunden bis zu 5 % ihres gesamten Folien-Einkauf-Volumens durch die Vermeidung von Verschwendung und Fehlern.
  • Durch Arbeitszeit- und Materialeinsparungen erfolgt der Return-on-Investment schon nach 1 bis 2 Jahren.

Manuelle Arbeit vs. Maschinen und Roboter

Die Inflation verteuert nicht nur Geschäftsausgaben, sondern auch die Lebenshaltungskosten. Das heißt, dass über kurz oder lang die Löhne steigen werden. Nun sind viele Prozesse im Folienhandel arbeitsintensiv und zeitraubend: Rollen holen und bringen, zuschneiden, verpacken …

Auch hier ist Automatisierung wieder ein Beitrag, profitabler und zukunftsfähig zu werden, indem man sich unabhängiger macht von manueller Arbeit. Denn die Arbeitsleistung der Mitarbeiter wird immer teurer – und damit wertvoller, auch angesichts des Fachkräftemangels. Man sollte ihre Arbeitszeit nicht “verschwenden” an Tätigkeiten, die nicht unmittelbar wertschöpfend sind. Durch Einsatz von Maschinen und Roboter wird Personal für andere Aufgaben frei oder kann in gleicher Zeit mehr abarbeiten.

Ein konkretes Beispiel: Das Holen und Bringen von Folienrollen zur Maschine und wieder zurück kann mittlerweile perfekt automatisiert werden. Dabei werden die Rollen in ein Lagersystem mit Vertikalroboter eingestellt. Der Roboter stellt die Rollen bereit, die gemäß Auftragswarteschlange in der Software als nächstes gebraucht werden. Die Mitarbeiter können sich darauf konzentrieren, die Aufträge an der Maschine auszuführen. Der Roboter hat zu jedem Zeitpunkt den hundertprozentigen Überblick, was alles auf Lager ist, welche Rolle als nächstes verarbeitet werden muss, weil sie sonst überlagert wird oder welche Rolle von der Lauflänge her besonders gut zum aktuellen Auftrag passt. Das sind alles Dinge, mit denen sich die Mitarbeiter insbesondere unter zeitlichem Druck natürlich schwer tun und wo großes Optimierungspotenzial liegt.

Ein weiterer Aspekt: Viele Tätigkeiten im Bereich Konvertierung sind anstrengend oder langweilig, die Fluktuation bei den Mitarbeitenden ist hoch. Neue Kräfte zu suchen und anzulernen, kostet wiederum Zeit und Geld. Eine zuverlässige, solide gebaute Maschine jedoch läuft und läuft und läuft. Wir gehen bei unseren Umwicklern von einer Lebensdauer von deutlich über zehn Jahren aus.

Meine Erkenntnis:

Manuelle, menschliche Arbeit wird angesichts der Inflation immer teurer und durch den Fachkräftemangel wertvoller. Maschinen und Roboter hingegen werden sogar rentabler, je länger sie im Einsatz sind.

Teure Lagerflächen – Platz sparen mit automatischen Lagersystemen

Ich habe gehört, dass mittlerweile viele Bauprojekte wegen der explodierenden Preise und der Rohstoffknappheit gestoppt oder verschoben werden. Doch was tun, wenn das Lager aus allen Nähten platzt? Statt eines teuren Anbaus und Neubaus bietet es sich an, in ein automatisches Lagersystem zu investieren. Das nutzt den vorhandenen Platz wesentlich besser aus, ist günstiger als ein Neubau und erhöht obendrein – siehe oben – auch noch die Produktivität der Mitarbeiter.

So benötigt unser automatisches Folienlager mit Vertikalroboter für 1.800 Rollen nur 60 Quadratmeter Grundfläche. Wir haben verschiedene Konfigurationen mit Kapazitäten von 400 bis 1.800 Rollen durchgerechnet:

  • Der Flächenbedarf für das Roboterlager beträgt nur 30 % bis 60 % im Vergleich zur Lagerung in Fachbodenregalen.
  • Das Einsparpotential bei Flächen, Arbeitskosten und durch weniger Überlagerung, Restbildung, Pickfehler etc. liegt bei einem hohen fünfstelligen bis sechsstelligen Euro-Betrag pro Jahr.
  • Der ROI ist nach fünf bis sechs Jahren erreicht – Inflationseffekte noch nicht berücksichtigt.

Fazit: Automatisierung in der Folienlogistik – wann, wenn nicht jetzt?
Manchmal braucht es einen Weckruf, um sich von Lösungen der Vergangenheit zu verabschieden. Die Rekordinflation ist so ein Signal. Hochautomatisierte Maschinen, Softwareunterstützung, automatische Lagersysteme: NEPATA-Lösungen können Teil einer Strategie zu mehr Innovation, Produktivität, Digitalisierung und Industrie 4.0 in Ihrem Unternehmen sein. Denn nie war der Zeitpunkt für Automatisierung so günstig – und der Return on Investment so greifbar.

Weitere Strategien zur Optimierung Ihrer Folienlogistik sehen Sie in diesem Video >>>

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